T-mobile verschärft regeln für vertragswechsel – neue kunden zahlen teuer
Smartphone-Preise steigen, aber die Mobilfunkprovider bieten wie gehabt Finanzierung an, oder? Doch das könnte den Wechsel zu T-Mobile deutlich erschweren. Loyalität zahlt sich nicht mehr aus: Keep and Switch und Family Freedom sind ab sofort nur noch für Neukunden verfügbar.
Der knackpunkt: nur noch neukunden profitieren
Die von Anbietern gewährten Geräte-Zuschüsse sind eine gute Möglichkeit, ein Gerät ohne Vorauszahlung zu erwerben. Der Nachteil ist jedoch, dass sie eine Bindung an den Anbieter für die Dauer der Ratenzahlung bedeuten – die in der Regel mehrere Jahre dauert. Um potenzielle Wechselverbieter abzuschrecken, bietet T-Mobile zwei Aktionen an.
Die erste ist Keep and Switch, die bis zu 800 Euro pro Linie für den Ausgleich eines Restbetrags bei einem Konkurrenz-Anbieter zurückerstattet. Das Gerät kann anschließend auf T-Mobile genutzt werden. Die zweite Aktion, Family Freedom, gewährt ebenfalls 800 Euro, erfordert aber den Austausch des Geräts und den Kauf eines neuen Geräts von T-Mobile über ein Gerätelinienprogramm.

Änderung im detail: bestehende kunden ausgeschlossen
Wie The Mobile Report bereits berichtete, qualifizieren sich ab dem 9. Juli nur noch Neukunden für Keep and Switch und Family Freedom. Ausnahmen bilden lediglich Accounts mit Home Internet oder T-Satellite. Für Haushalte mit bestehenden Sprachverbindungen bei T-Mobile gibt es keine Möglichkeit mehr, von den Angeboten zu profitieren. Diese Entscheidung von T-Mobile ist überraschend und wirft Fragen auf.

Wieder eine einschränkung
T-Mobile hat diese Aktionen lange Zeit genutzt, um mehr Kunden für das Unternehmen zu gewinnen. In der Vergangenheit wurden sogar kurzfristig Prämien erhöht, um Marktanteile zu erobern. Diese Verschiebung wirkt daher sehr ungewöhnlich. Indem T-Mobile diese Angebote abschneidet, verhindert es einen Einzelwechsel zu einem bestehenden Familienaccount und lenkt den Kunden stattdessen in Richtung eines Wettbewerbers. Die Änderung erinnert an eine frühere Maßnahme, die die Anzahl der möglichen Anwendungen einer Promotion pro Account von vier auf zwei begrenzt hat. Diese Maßnahme wurde später wieder zurückgenommen, um individuelle Kontonummern (BANs) zu priorisieren.
Ein ungünstiger Zeitpunkt für T-Mobile. Da Smartphones immer teurer werden, werden weniger Kunden Geräte bar kaufen. Indem T-Mobile die Promotionen, die den Restbetrag bei einem Anbieter ausgleichen sollen, einschränkt, macht es den Kauf für Neukunden weniger attraktiv. Gleichzeitig fördert es die Erstellung neuer Accounts, was T-Mobile nun stärker gewichtet als einzelne Linien.
