La Séptima ficha a Javier Ruiz: Ein erfahrener Journalist für den Neustart im spanischen Fernsehen
Madrid – Der spanische Fernsehsender La Séptima, der im November über die DTT-Plattform starten soll, hat einen prominenten Neuzugang präsentiert: Javier Ruiz, bisheriger Moderator der Sendung „Mañaneros 360“ bei TVE, wird Teil des neuen Teams. Ruiz übernimmt nicht nur eine präsentierende Rolle, sondern auch wichtige Aufgaben im Bereich der redaktionellen Leitung.

Ein erfahrener Journalist verstärkt das Team
Die Verpflichtung von Javier Ruiz, der seit 2024 gemeinsam mit Adela González die morgendliche Sendung bei TVE moderierte, ist ein deutliches Signal für die Ambitionen von La Séptima. Ruiz bringt eine nachgewiesene Erfolgsbilanz mit, insbesondere durch die Umgestaltung von „Mañaneros 360“ zu einem Programm, das sich durch aktuelle Nachrichten, Analysen und Reportagen auszeichnete. Er konnte in seiner Sendezeit eine beträchtliche Zuschauerzahl gewinnen und sich gegen etablierte Konkurrenten wie Antonio García Ferreras, Ana Rosa Quintana und Susanna Griso durchsetzen.
Die Entscheidung von Ruiz, TVE zu verlassen, wirft Fragen über die zukünftige Ausrichtung der Nachrichtenformate des öffentlich-rechtlichen Senders auf. Er ersetzte zuvor Jaime Cantizano und etablierte eine klar definierte redaktionelle Linie, die nun eine Lücke hinterlässt.
José Miguel Contreras, der bereits die Gründung von La Sexta verantwortete und über umfassende Erfahrung im Fernsehgeschäft verfügt, hat bereits mehrere Namen ins Spiel gebracht, die das neue Informationsangebot von La Séptima prägen könnten. Neben Ruiz werden auch die Namen von Silvia Intxaurrondo, die derzeit im Urlaub ist und mit RTVE über ihren Vertrag verhandelt, und Àngels Barceló, der ehemaligen Leiterin der Sendung „Hoy por Hoy“ bei Cadena SER, diskutiert. Contreras äußerte sich vage über die Wahrscheinlichkeit der Verpflichtung dieser Journalisten, betonte jedoch, dass Ruiz bereits feststeht.
Die strategische Ausrichtung von La Séptima unterscheidet sich von traditionellen Nachrichtenformaten. Contreras setzt auf Live-Übertragungen und eine Fokussierung auf aktuelle Ereignisse, anstatt auf klassische Nachrichtensendungen in festen Zeitblöcken. Für diese ambitionierte Strategie sind zunächst 20 bis 25 Millionen Euro investiert geplant, mit dem Ziel, mittelfristig eine Zielgruppe von rund 4 Prozent zu erreichen und mit etablierten Sendern wie Cuatro und La Sexta zu konkurrieren.
Der Start von La Séptima markiert einen wichtigen Meilenstein, da es sich um den ersten neuen nationalen Fernsehsender handelt, der seit fast 20 Jahren über die DTT-Plattform startet. Dies ist durch die Einführung des neuen technischen Plans für die DTT im Jahr 2025 ermöglicht worden, der eine effizientere Nutzung des Frequenzspektrums erlaubt. Die Konkurrenz auf dem spanischen Fernsehmarkt wird dadurch weiter intensiviert, insbesondere für die etablierten Player wie Atresmedia, Mediaset und RTVE.
Obwohl die genaue Programmgestaltung von La Séptima noch nicht bekannt ist, deutet alles darauf hin, dass der Sender eine neue Ära des spanischen Fernsehens einleiten wird, die sich durch Live-Übertragungen, politische Analysen und eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen auszeichnet.
