Ip-blockade: fußball-liga schlägt nach – apps und unternehmen leiden

Ein massiver Ausfall von Fußball-Websites hat nun weitreichende Folgen. Nicht nur Fans sind betroffen, sondern auch Unternehmen wie die von Herrn Pagés Agulló, einem Gründer einer Preisvergleichs-App. Die Ursache? Eine ungenaue Blockade von IP-Adressen durch die Liga, die nun auch legitime Geschäfte gefährdet.

Der schaden geht über den fußball hinaus

Die Liga, die offenbar Schwierigkeiten hat, die eigentlichen Urheber illegaler Streams zu identifizieren, setzt dabei eine breite Flut von IP-Blöcken ein. So musste Herr Pagés Agulló seine App – völlig unschuldig im Zusammenhang mit der Piraterie – lahmlegen. Das Problem: eine pauschale Sperre, die nun auch Nutzer von legalen Diensten trifft.

PirloTV und RojaDirecta stehen wohl vor dem Aus, nachdem eine großangelegte Anti-Piraterie-Operation ihre Server lahmgelegt hat. Die EuroISPA, die Interessenvertretung von über 3.300 Internetanbietern in Europa, hat nun offiziell bei der Europäischen Kommission Alarm geschlagen. Die Organisation wirft der Liga vor, durch diese ungenauen Blockaden legale Plattformen wie IPTV-Anbieter zu schädigen.

Euroispa prangert liga-strategie an

Euroispa prangert liga-strategie an

Laut EuroISPA sind Millionen von deutschen Verbrauchern bereits betroffen, da sie den Zugriff auf ihre Bank-apps, Zahlungsplattformen oder Arbeitswerkzeuge verloren haben. Die Liga scheint sich nicht davon abhalten zu lassen: Die Blockade von IP-Adressen breitet sich auch auf die Zweite Bundesliga aus, und Tebas droht, die Vorgehensweise in der nächsten Saison fortzusetzen.

Bisher lag die Verantwortung für die Blockaden bei den Betreibern und Internetdienstanbietern, die blind auf Anweisungen reagieren mussten. Nun fordern diese mit Nachdruck, dass die Liga für die Fehler haftet. Sollte es sich herausstellen, dass die Liga falsche IP-Adressen sperrt und dadurch legitime Websites lahmlegt, müssen sie eine Entschädigung zahlen.

Vpns und dns-server unter druck

Vpns und dns-server unter druck

Diese Forderung ist durchaus berechtigt, da bereits VPN-Anbieter und unabhängige DNS-Server unter dem Druck stehen, die Folgen des Chaos zu bewältigen. Es ist erstaunlich, dass die Liga bisher kaum auf die Auswirkungen ihrer Strategie geachtet hat. Die Situation ist angespannt, und die Rechtslage ist unklar. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Konflikt weiterentwickeln wird, aber eines ist sicher: Die Fußball-Liga hat sich selbst in eine Zwickmühle manövriert.