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Windows 11 recall & copilot: warum datenschützer vor dem system warnen

Windows 11: warum datenschützer vor recall und copilot warnen

Von Hans Bauer | Aktualisiert: Mai 2025 | Technologie & Datenschutz

Warum windows 11 trotz updates unsicher bleibt

Microsofts Windows 11 hat zwar optisch und technisch Fortschritte gemacht, doch die Datenschutzbedenken bleiben bestehen. Besonders die Voreinstellungen – wie unnötige Apps („Bloatware“) oder die Telemetrie-Funktionentreiben Nutzer zur Verzweiflung. Tools wie Tiny 11 versprechen Abhilfe, doch das Problem geht tiefer: Windows 11 sammelt Daten – oft ohne klare Transparenz.

Experten raten sogar zu Windows 10 (bis Oktober 2026) oder zu Linux-Distributionen, da Microsofts Ansatz der „Always-Connected“-Philosophie Datenschutzbehörden wie die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) aufhorchen lässt.

Recall: die heimliche datenschutz-lücke

Recall: die heimliche datenschutz-lücke

Die Funktion Recall – ursprünglich 2024 als „deaktiviert“ deklariert – wurde nur reformuliert und rollt seit April 2025 schrittweise aus. Sie speichert Bildschirmaufnahmen permanent, inklusive Passwörter, Bankdaten und sensible E-Mails. Selbst wenn Recall „aus“ ist, bleibt der Code im System aktiviert – ein Risiko für RGPD-konforme Nutzer.

Laut Louisa Specht-Riemenschneider, der deutschen Datenschutzbeauftragten, ist Recall ein „massives Sicherheitsloch“. Microsoft behauptet zwar, die Funktion sei „nur lokal“, doch Hackerangriffe könnten die Daten exfiltrieren. Die Europäische Datenschutz-Gemeinschaft fordert daher: „Deaktivieren oder meiden!“

Copilot: der ki-assistent als datenschutzrisiko

Copilot: der ki-assistent als datenschutzrisiko

Mit Hey copilot wird Windows 11 zum „agentenbasierten System“ – eine Entwicklung, die Datenschützer alarmiert. Die KI analysiert nicht nur Eingaben, sondern speichert auch Kontextdaten für „verbesserte Dienste“. Doch wer garantiert, dass diese Daten nicht an Microsoft oder Dritte weitergegeben werden?

Die Kombination aus Recall und copilot macht Windows 11 zu einem „Surveillance-System“ – zumindest nach Einschätzung von Privacy-Experten. Die Frage ist: Wollen Nutzer wirklich ein Betriebssystem, das sie permanent beobachtet?

Was sagen die experten? „bleibt bei windows 10!“

Was sagen die experten? „bleibt bei windows 10!“

Der „Zentrum für digitale Rechte“ (CDR) in Berlin warnt vor Windows 11 und fordert Microsoft auf, Recall vollständig zu entfernen. Bis dahin sei Windows 10 (bis 2026) die sicherere Wahl. Alternativ bieten Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Fedora:

  • Kein Bloatware – nur installierte Programme laufen.
  • Strikter Datenschutz durch Open-Source-Prinzipien.
  • Kostenlos und ohne Zwang zur Cloud-Anbindung.

Die BfDI empfiehlt zudem, „Windows 10 mit Extended Support“ zu nutzen – doch ab Oktober 2026 drohen Sicherheitslücken, die Nutzer angreifbar machen.

Wie kann man windows 11 sicherer machen?

Wie kann man windows 11 sicherer machen?

Falls der Umstieg auf Linux nicht infrage kommt, gibt es Teilschutzmaßnahmen:

MaßnahmeUmsetzung
Recall deaktivierenÜber Einstellungen> Windows-Funktionen manuell ausschalten (aber: Code bleibt!).
Telemetrie reduzierenGruppenrichtlinie „Diagnose- und Feedbackfunktionen“ auf „Grundlegende“ setzen.
Copilot-Daten löschenManuell über „Copilot-Einstellungen> Datenverlauf“ zurücksetzen.
Virtuelle Maschine nutzenWindows 11 in einer VM (z. B. VirtualBox) testen, um lokale Daten zu isolieren.

Wichtig: Keine Methode ist 100 % sicher – Windows 11 bleibt ein Datensammelsystem. Wer maximalen Schutz will, sollte auf Linux oder Windows 10 ausweichen.

Fazit: warum windows 11 für datenschützer ein no-go ist

Fazit: warum windows 11 für datenschützer ein no-go ist

Microsofts Windows 11 ist technisch beeindruckend, doch der Preis für Nutzerfreundlichkeit ist oft Datenschutzopfer. Funktionen wie Recall und Copilot zeigen: Das System ist nicht für Privatsphäre gemacht. Die BfDI und der CDR raten klar zur Vorsicht – oder zum Wechsel.

Die Frage bleibt: Wie lange werden Nutzer akzeptieren, dass ihr Betriebssystem sie permanent beobachtet? Die Antwort liegt vielleicht in der Zukunft von Linux – oder in einer radikalen Neuausrichtung von Microsofts Datenschutzpolitik.

Quellen: PCWelt, Bundesbeauftragte für Datenschutz (BfDI), Zentrum für digitale Rechte (CDR), Microsoft Support-Dokumente

Hans Bauer analysiert seit Jahren die sozioökonomischen Auswirkungen von Technologie – mit Fokus auf Datenschutz und KI-Ethik.