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Windows 11: geheimer energiesparmodus entfesselt verstecktes potenzial – aber mit risiko

Die Performance de altbackener Laptops könnte entscheidend gesteigert werden, ohne dass auf radikale Systemänderungen oder zusätzliche Software zurückgegriffen werden muss. Ein versteckter Energiesparmodus in Windows 11 verspricht genau das: einen Schub für die Rechenleistung, der jedoch mit einem Preis verbunden ist.

Die meisten Nutzer kennen die Energieoptionen von Windows 11 – von „Energiesparmodus“ bis „Höchstleistung“. Doch jenseits dieser gängigen Einstellungen verbirgt sich ein noch leistungsstärkerer Modus: der „Ultimate Performance“. Dieser Modus ist standardmäßig nicht sichtbar und muss über einen speziellen Befehl im Eingabeaufforderung aktiviert werden.

Was steckt hinter dem „ultimate performance“-modus?

Was steckt hinter dem „ultimate performance“-modus?

Im Gegensatz zum regulären „Höchstleistung“-Modus, der lediglich die verfügbare Energie optimal nutzt, setzt der „Ultimate Performance“-Modus auf maximale Geschwindigkeit. Er optimiert die Frequenz für sofortige Reaktionszeiten, reduziert Leerlaufzustände und deaktiviert die CPU-Kernparkung. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Systemleistung, allerdings auf Kosten eines höheren Energieverbrauchs und einer erhöhten Wärmeentwicklung.

Microsoft hält diesen Modus aus gutem Grund versteckt. Er ist nicht für alle Systeme geeignet, insbesondere nicht für Laptops mit begrenzter Leistung. Einige Modelle, die die „Modern Standby“-Funktion nutzen, zeigen den Modus möglicherweise gar nicht an, da diese Funktion die Aktivierung verhindert.

So aktiviert man den ultimate performance-modus

Die Aktivierung erfordert einige Schritte. Zuerst muss die Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet werden. Anschließend wird der Befehl powercfg -duplicatescheme e9a42b02-d5df-448d-aa00-03f14749eb61 eingegeben. Danach öffnet man den Energieoptionen im Geräte-Manager und wählt „Zusätzliche Energiesparpläne“, wo der „Ultimate Performance“-Modus dann verfügbar ist.

Tests von Computer Hoy zeigten, dass der Modus bei anspruchsvollen Aufgaben wie 3D-Modellierung und Videobearbeitung eine deutliche Verbesserung bringt. In Spielen wie ARC Raiders konnte die durchschnittliche Framerate von 90 auf 100 erhöht und Stottern reduziert werden. Allerdings ist dieser Leistungszuwachs nicht immer gerechtfertigt, insbesondere wenn man den höheren Energieverbrauch und die potenziell höhere Wärmeentwicklung in Kauf nimmt.

Für High-End-PCs, bei denen der Energieverbrauch keine Rolle spielt, ist der „Ultimate Performance“-Modus eine interessante Option. Für alltägliche Anwendungen und ältere Geräte ist er jedoch eher ungeeignet. Es ist ein Kompromiss, der sorgfältig abgewogen werden muss.

Die neue Option ist ein Beweis dafür, dass selbst in etablierten Betriebssystemen noch versteckte Potentiale schlummern. Doch die Entscheidung, ob man diese Potentiale freisetzt, sollte wohlüberlegt sein.