technologie

Spanier vertrauen banken bei cyberbetrugs-schutz

Die Spanier vertrauen ihren banken bei der Cyber-Sicherheit stärker als anderen Institutionen. Laut einem aktuellen Studienbericht gibt es eine auffällige Lücke zwischen der Wahrnehmung und der tatsächlichen Sicherheit bei Online-Dienstleistungen.

Banken im fokus

Im 'Estudio de opinión sobre ciberseguridad' werden die Banken mit einer Gesamtnote von 7,1 auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet. Das setzt sie an die Spitze der institutionellen Akteure, die die Spanier als sichersten bei der Datensicherheit und Finanztransaktionen betrachten.

Die Studie zeichnet ein Bild, in dem die Banken als zuverlässige Hüter von personenbezogenen Daten und Vermögenswerten wahrgenommen werden. Eine solche Wahrnehmung ist zum einen auf die engen Beziehungen zwischen Banken und Kunden zurückzuführen, zum anderen auf die erheblichen Anstrengungen, die die Finanzwirtschaft unternimmt, um ihre Systeme und Verfahren zu sichern.

Andere bereiche im schatten

Andere bereiche im schatten

Anders dagegen verlaufen die Urteile über die Sicherheit von Online-Dienstleistungen und -anbietern. So werden Unternehmen der Digitalwirtschaft mit einer Note von 6,2 und die öffentlichen Verwaltungen mit 5,8 bewertet. Die Polizei und Justiz erhalten eine Gesamtnote von 6,4.

Das Studium deckt auch auf, dass die meisten Spanier (83,5 Prozent) regelmäßig Banken digital nutzen. Allerdings sind nur etwa 40 Prozent der Befragten über ihre eigene Cyber-Sicherheit informiert und wissen, was sie tun müssen, um sich vor Betrugsversuchen zu schützen.

Die Auswertung offenbart, dass die Mehrheit der Bevölkerung (65 Prozent) unzählige unverifizierte Nachrichten per E-Mail oder SMS empfängt, während 50 Prozent bei Telefonanrufen und 25 Prozent über soziale Netzwerke auf Betrugsversuche hereingefallen sind. Seniors unter 65 Jahren fallen insbesondere Opfer von Cyber-Scams.

Die Ergebnisse lassen erkennen, dass die Banken und Finanzwirtschaft ihre Rolle in der Cyber-Sicherheitspolitik ernst nehmen müssen und die Bürger besser über die notwendigen Maßnahmen aufklären sollten, um effektiver gegen Betrugsversuche vorgehen zu können.