Singapur startet pilotprojekt für nachhaltiges flugbenzin
Singapur will sich als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Luftfahrtsetzung positionieren. Neun Unternehmen, darunter Google, Singapore Airlines und DBS Group Holdings, beteiligen sich an einem Pilotprojekt zum Kauf nachhaltigen Flugbenzins. Dieses soll bis Oktober 2023 erprobt werden.
nZiele und hintergrund
nDie Stadt-Republik singapur will bis 2030 zwischen 3 und 5 Prozent seiner Flugbenzinaufnahme aus nachhaltigen Quellen decken. Derzeit liegt die Quote bei 0,6 Prozent. Der Umstieg auf nachhaltiges Flugbenzin soll den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid reduzieren.
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Das pilotprojekt
nIm Rahmen des Pilotprojekts soll nachhaltiges Flugbenzin über die Singapore Sustainable Aviation Fuel Company Ltd. (SAFCo) erworben werden. SAFCo ist eine neu gegründete Gesellschaft, die vom Singapurischen Verkehrsministerium unterstützt wird.
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Finanzierung
nDie Kosten für das nachhaltige Flugbenzin sollen von einem grünen Flugsteuergeld abgedeckt werden, das ab dem 1. April 2023 auf Flugtickets erhoben wird. Die Abgabe beträgt maximal 41,60 Singapurer Dollar pro Passagier. Diese Einnahmen werden SAFCo zur Verfügung gestellt, um die nachhaltigen Brennstoffe zu erwerben.
nChallenges
nDie Einführung von nachhaltigem Flugbenzin ist jedoch von hohen Kosten geprägt, die sich in einem Zehnfachen des konventionellen Flugbenzins belaufen können. Laut der International Air Transport Association (IATA) wird die Produktion von nachhaltigen Flugbenzinen bis 2026 nur leicht steigen und etwa 2,4 Millionen Tonnen erreichen, während die weltweite Nachfrage bei etwa 1,9 Millionen Tonnen bleibt.
nTeilnehmende unternehmen
nBeside Google, Singapore Airlines und DBS Group Holdings haben auch Boston Consulting Group, Changi Airport Group, GenZero, Oversea-Chinese Banking Corp., Temasek Holdings und Scoot das Pilotprojekt angetreten.