Neuer zement: natur inspiriert, 17-fach resistenter
Die Branche des Baustoffs Zement hat ein seit Jahrzehnten bestehendes Strukturproblem: Risse. Das Material, das trotz seiner scheinbaren Festigkeit, wenn es einmal bricht, progressive und teure Schäden verursacht.

Biomimetische lösung: 17-fache resistenz
Ein Team von Wissenschaftlern an der Princeton-Universität hat nun eine völlig andere Ansatzweise vorgeschlagen: den Zement nicht zu stärken, sondern neu zu gestalten. Das Ergebnis ist ein Material, das bis zu 17-mal resistenter gegen Risse ist. Kein neuer chemischer Zusatz, sondern die Kopie einer Struktur, die die Natur millionenfach perfektioniert hat - wie das Perlmutt aus Muschelhäuten.
Es ist ein Paradigmenwechsel, weil die Resistenz nicht mehr allein von Härte, sondern auch von der Art, wie die Energie innerhalb des Materials verteilt wird, abhängt. Das bedeutet, dass das Material besser auf Kräfte reagiert und weniger brüchig ist.
Dieser Fortschritt könnte dramatische Auswirkungen auf die Bauwelt haben. Bauen würde sich zuverlässiger und kosteneffizienter gestalten, da die Dauer der Gebäude und Infrastruktur verlängert werden könnte. Zudem würde die Produktion von Zement, das eine der größten CO2-Quellen ist, reduziert werden können.
Die Umsetzung dieser Technologie in großem Maßstab ist jedoch noch ein weiter Weg. Die Baubranche ist ein konservativer Sektor, der neue Ansätze nur dann übernimmt, wenn sie sich als funktionell und wirtschaftlich nachweisen. Aber es ist ein wichtiger Schritt, den die Natur uns zeigt, wie man Materialien besser entwirft.