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Microsoft setzt auf lichtgeschwindigkeit: microled und hcf revolutionieren datenzentren

Datenzentren stehen vor einer Überlastung. Microsoft will mit bahnbrechenden Technologien die Lösung liefern: MicroLED und hohler Kernfasern (HCF). Die Entwicklungen versprechen nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern auch drastische Energieeinsparungen.

Microled: 50 prozent weniger stromverbrauch

Die neue Technologie, entwickelt im Microsoft Research Lab Cambridge in Zusammenarbeit mit den Azure-Teams, setzt auf MicroLEDs. Diese bieten gegenüber herkömmlichen Lasertechnologien einen enormen Vorteil: einen Energieverbrauch, der um bis zu 50 Prozent sinkt. Ein Proof-of-Concept mit MediaTek und anderen Anbietern zielt darauf ab, die Technologie in kompakte Transceiver zu integrieren, die in bestehenden Datenzentren eingesetzt werden können. „Es ist, als würden wir die Datenübertragung mit einer optischen Faser durch ein viel dichteres Netzwerk von winzigen Kanälen ersetzen“, erklärt Paolo Costa, Partner Research Manager bei Microsoft.

Die Herausforderung bei der Datenübertragung in Rechenzentren liegt oft im Spannungsfeld zwischen Geschwindigkeit und Energieeffizienz. Kupferkabel sind schnell, aber über kurze Distanzen begrenzt. Glasfaser hingegen verbraucht viel Strom. Mit MicroLED soll diese Diskrepanz überwunden werden. „Das Konzept, Daten mit LEDs zu übertragen, die deutlich günstiger und energieeffizienter sind als Kupfer oder Glasfaser, wirkte lange wie eine Utopie“, so Doug Burger, Technical Fellow und Corporate Vice President von Microsoft Research. Doch die Technologie hat das Potenzial, die gesamte IT-Infrastruktur zu verändern.

Die kommerzielle Verfügbarkeit der MicroLED-Technologie ist für Ende 2027 geplant, in Kooperation mit Industriepartnern.

Hcf: datenübertragung bis zu 47 prozent schneller

Hcf: datenübertragung bis zu 47 prozent schneller

Parallel zur MicroLED-Entwicklung setzt Microsoft auch auf hohle Kernfasern (HCF). Diese Technologie, die bereits in einigen Regionen von Microsoft Azure eingesetzt wird, ermöglicht eine Datenübertragung, die bis zu 47 Prozent schneller ist als bei herkömmlicher Single-Mode-Glasfaser. Die Latenzzeit kann um etwa 33 Prozent reduziert werden. Die HCF-Technologie und die MicroLED-Systeme ergänzen sich dabei perfekt – beide zielen darauf ab, die Azure Cloud-Dienste so schnell und effizient wie möglich bereitzustellen. Frank Rey, Director of Azure Hyperscale Networking bei Microsoft, betont die Synergieeffekte.

Die Kombination aus MicroLED und HCF ist nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern eine direkte Antwort auf die steigende Datenmenge und den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren. Microsoft setzt damit ein klares Zeichen: Die Zukunft der Datenverarbeitung ist effizienter und nachhaltiger – und beginnt jetzt.