Messenger-webseite verschwindet: meta zwingt nutzer zu facebook
Meta räumt ein weiteres Stück Unabhängigkeit von seiner Messenger-App ab. Die Webseite des Messaging-Dienstes wird ab April eingestellt. Nutzer können ab sofort keine Nachrichten mehr über die Browser-Oberfläche versenden. Stattdessen werden sie automatisch auf die Webversion von facebook weitergeleitet.

Messenger wird teil von facebook – endgültig?
Die Entscheidung ist die Fortsetzung einer Strategie, die Meta bereits im Oktober vergangenen Jahres mit der Einstellung der eigenständigen Desktop-App für Messenger eingeleitet hat. Die bisherige Webversion bot bereits alle Funktionen, inklusive Sprach- und Videoanrufen, und war unabhängig von einer Facebook-Seite nutzbar. Nun verschwindet auch die Webseite.
Warum dieser Schritt? Meta scheint seine Nutzer noch stärker in das Facebook-Ökosystem zu zwingen. Die Integration von Messenger in Facebook bedeutet für Nutzer, dass ihre Kommunikationen stärker mit der Hauptplattform verknüpft werden. Das könnte Datenschutzbedenken aufwerfen – und Nutzer dazu bewegen, sich stärker auf Facebook zu verlassen.
Die Umstellung ist für die meisten Nutzer unkompliziert. Sie können ihre Konversationen über die Facebook-Webseite fortsetzen – und weiterhin über die mobile App von Messenger kommunizieren, unabhängig davon, ob sie ein Facebook-Konto haben oder nicht. Allerdings bedeutet der Schritt einen weiteren Schritt hin zur Zentralisierung der Kommunikation auf der Facebook-Plattform.
Die Maßnahme wirft Fragen auf: Ist dies der letzte Schritt zur Auflösung der Grenzen zwischen den verschiedenen Meta-Diensten? Die Konkurrenz beobachtet das genau.
Die Zahlen: Messenger hat über 935 Millionen aktive Nutzer weltweit. Die Integration in Facebook könnte die Nutzung der Hauptplattform weiter ankurbeln.
Meta hat sich bisher nicht direkt zu den Gründen für die Schließung der Webseite geäußert. Die Umstellung wird aber reibungslos erfolgen.
Die Konsequenz ist klar: Messenger wird immer mehr zum Teil von Facebook. Ein weiterer Schritt in Richtung eines integrierten Social-Media-Universums, in dem die Grenzen zwischen den Plattformen verschwimmen – auch wenn Nutzer es vielleicht nicht so sehen.