Korea greift zum selbstbehalt - peking folgte bereits vor jahren
Seoul hat ein umfassendes Programm zur Unabhängigkeit von US-amerikanischen GPS-Diensten gestartet. Mit einer Investition von 3,7 Billionen Won (rund 2,58 Milliarden Euro) will Korea einen eigenen Positionierungs-System entwickeln.
So wichtig ist die autarkie
Wenn die GPS-Signale blockiert oder manipuliert werden, könnte Corea Süd zu einer totalen Ausfall-Reaktion gezwungen werden. Alle Verbindungen, die Energieversorgung und insbesondere Banktransaktionen hängen von der millisekunden-Genauigkeit dieser Satelliten-Infrastruktur ab.

Das korean positioning system (kps)
Der KPS soll eine konstante Nav-Daten-Übermittlung ermöglichen, egal ob politische oder militärische Auseinandersetzungen die GPS-Signale beeinträchtigen. Durch die Integration von KPS-Daten mit fortschrittlichen Algorithmen soll Corea eine Führungsposition im Bereich autonomer Fahrzeuge, exakter Telemedizin und logistischer Prozesse erreichen.

Die diplomatische herausforderung
Das KPS-Projekt erfordert engen Kontakt mit anderen Raumfahrt-Agencien wie der NASA, um Frequenzen und technische Unterstützung zu sichern. Das ist ein schwieriges diplomatisches Spiel in einer geopolitisch angespannten Welt.

Kim dae-kwan: der chef des kps-projekts
Kim Dae-kwan ist ein erfahrener Raumfahrt-Experte, der bereits den Erfolg der ersten südkoreanischen Mondsonde Danuri leitete. Als Chef des Korean Aerospace Research Institute (KARI) soll er die Entwicklung des KPS vorantreiben und auch für die Sicherung von Frequenzen und diplomatischen Beziehungen verantwortlich sein.