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Ki-hype bröselt: software-aktien stürzen nach amazon-ankündigung

Die Aktiengruppen der Software-Unternehmen erlitten am Dienstag einen deutlichen Einbruch. Auslöser war ein Bericht über die neuen KI-Tools von Amazon, der die seit Monaten bestehenden Befürchtungen vor einer disruptiven Entwicklung im Sektor neu entfachte. Die Stimmung ist schlecht.

Amazon automatisiert arbeitsplätze – und die märkte reagieren

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Amazon Web Services (AWS) entwickelt einen KI-Agenten, der Aufgaben in den Bereichen Vertrieb, Business Development und anderen Abteilungen übernehmen soll. Laut Informationen von The Information soll der Agent bereits jetzt Teile der Arbeit von Tausenden von Technikern in Bereichen wieCybersicherheit und Servernetzen erledigen. Der Bericht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da bereits zuvor Anthropic mit seinem Chatbot Claude Schlagzeilen gemacht hatte, der nun in der Lage ist, den Computer des Nutzers zu steuern.

Ein Fonds, der die Entwicklung von Software-aktien verfolgt, verzeichnete den größten Einbruch seit einem Monat – ein Rückgang von 4,3 %. Besonders betroffen waren UiPath und HubSpot mit Verlusten von rund 9 %, Atlassian (Eigentümer von Trello) verlor sogar 8,4 %. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF befindet sich auf Kurs für seinen schlechtesten Quartalsverlauf seit 2008, mit einem Minus von über 23 % seit Ende 2023.

Die Nachrichten verschärfen die ohnehin schon angespannte Lage im Sektor. Die Ankündigungen neuer KI-Tools durch Start-ups wie Anthropic haben die Wachstumsaussichten etablierter Software-Unternehmen in Frage gestellt. Zudem haben Ares Management und Apollo Global Management die Auszahlungen von Private-Credit-Fonds eingeschränkt, da die Sorge um Kredite an Softwarehersteller und andere Unternehmen, die besonders anfällig für KI sind, zu einer Flut von Rückforderungswünschen geführt hat. Die C-Level-Entscheidungen bei Unternehmen wie Salesforce zeigen ebenfalls die Besorgnis über die Auswirkungen der neuen Technologien.

Die Entwicklungen sind mehr als nur ein kurzfristiger Abschwung. Sie deuten auf eine tiefgreifende Veränderung hin. Die Frage ist nicht mehr, ob KI die Softwarebranche verändern wird, sondern wie schnell und in welcher Form. Und wie viele Arbeitsplätze dabei verloren gehen.

Die Aktie von Microsoft, einst als sicherer Hafen im Tech-Sektor betrachtet, verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Das zeigt, dass die KI-Debatte weit über einzelne Unternehmen hinausgeht und ganze Geschäftsmodelle in Frage stellt. Die kommenden Quartale werden zeigen, welche Unternehmen am besten in der Lage sind, sich an diese neue Realität anzupassen – oder ob sie von der digitalen Revolution überrollt werden.