Kalbe musste auf farblose verpackungen ausweichen
Die japanische Snackmarke Calbee hat sich gezwungen gesehen, aufgrund des Blockades im Straßengebiet von Ormus temporär farblose Verpackungen zu verwenden.

Nafta-engpass und krieg ums öl
Die Ursache für diese Maßnahme liegt bei den politischen Tensionspießen im Nahen Osten, die zu Engpässen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Energie führen. Donald Trumps Auseinandersetzungen mit dem Iran haben zu einem Block der wichtigen Öltransitroute durch den Straßengebiet von Ormus geführt.
Das hat auch Auswirkungen auf die japanische Snackindustrie, da man dort z.B. bei der Herstellung von Tinten für die Verpackungsdrucke auf Nafta angewiesen ist. Calbees Kommunikationschef erklärte, dass die Firma aufgrund des Engpasses keine farbigen Verpackungen mehr herstellen kann.
Daher werden 14 verschiedene Sorten von Patatenschnitten, Kappa Ebisen und Frugral nun vorerst in schwarzweißen Verpackungen ausgeliefert. Das mag für die Japaner, die an farbenreiche Verpackungen gewöhnt sind, eine Veränderung darstellen, aber es könnte auch eine Chance für Calbee sein, neue Märkte zu erschließen, da die Verpackungskosten sinken könnten.
Der Engpass im Straßengebiet von Ormus hat sich bereits auf andere Branchen ausgewirkt, wie z.B. die Landwirtschaft Asiens, die aufgrund von Fertilien-Engpässen leiden muss, oder den Export von Reis aus Indien.