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Iran bereitet cyberkrieg vor: us- und israel-angriffe provozieren vergeltung

Die Cyber-Fähigkeiten des Iran sind eine ernstzunehmende Bedrohung. Experten warnen vor einer Eskalation der Konflikte über den Tellerrand hinaus.

Iran könnte auf digitale angriffe reagieren

Iran könnte auf digitale angriffe reagieren

Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) sieht Iran als eine der größten Cyberbedrohungen für die Vereinigten Staaten. Nach den jüngsten Angriffen des israelischen Militärs und der USA erwartet der leitende Analyst John Hultquist nicht nur weitere Raketen, sondern eine massive Cyberoffensive. Diese wird sich gegen westliche Infrastrukturen und Unternehmen in der Region richten.

Hultquist betont, dass der Iran seine Fähigkeiten im Cyberraum über Jahre und Jahrzehnte ausgebaut hat. Er geht davon aus, dass neben Angriffen hacktivistischer Gruppen, die mit der iranischen Revolutionärischen Garde in Verbindung stehen, auch Ransomware-Angriffe auf Unternehmen drohen.

Ein konkretes Beispiel für die Intensität des Konflikts ist die koordinierte Cyberoperation von den USA und Israel am 28. Februar. Dabei wurden zahlreiche iranische Webseiten und Anwendungen, darunter die religiöse App BadeSaba, lahmgelegt. Ziel war die Destabilisierung iranischer Institutionen.

Doch die Reaktion des Iran könnte sich in einer noch breiter angelegten Cyberoffensive äußern. “Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass indirekte Cyberbedrohungen für Organisationen entstehen, die in der Region präsent sind oder Lieferketten dort haben”, warnt Hultquist. Die digitale Kriegsführung wird sich also nicht auf militärische Auseinandersetzungen beschränken, sondern in den Schatten weitergehen. Die Gefahr ist real – und die Vorbereitung des Iran ist abgeschlossen.