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Hearapy: samsung verspricht hilfe gegen reiseübelkeit – funktioniert es wirklich?

Reiseübelkeit plagt viele – besonders beim Lesen oder Starren auf Bildschirme. Doch eine neue App könnte Abhilfe schaffen: Hearapy von Samsung.

Samsung galaxy xr: neue funktion für ruhige reisen

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Die Technologie ist überraschend einfach: Die App spielt einen kontinuierlichen 100-Hz-Ton ab, der angeblich das Gleichgewichtsorgan im Innenohr beeinflusst und so die sensorische Diskrepanz reduziert, die Übelkeit auslöst.

Die Anwendung ist kostenlos im Google Play Store verfügbar und funktioniert mit jedem Android-Gerät und Kopfhörer. Das klingt vielversprechend, doch die wissenschaftliche Grundlage ist nicht unumstritten.

Eine Studie der Universität Nagoya zeigte, dass die Frequenz von 100 Hz die Aktivität des Gleichgewichtssystems modulieren kann. Dies soll die sensorische Diskrepanz, die bei Reiseübelkeit auftritt, reduzieren. Das Gehirn erhält widersprüchliche Signale – der Körper ist still, aber die Augen sehen Bewegung oder das Innenohr registriert Beschleunigung.

Die App vermeidet zwar nicht die körperliche Bewegung, bereitet den Körper aber darauf vor. Die Studie ergab, dass die Symptome nach der Anwendung bei den meisten Teilnehmern reduziert wurden. Allerdings ist das Ergebnis nicht für alle gleich. Die Wirksamkeit variiert stark von Person zu Person.

Samsung betont, dass Hearapy keine Garantie für Erfolg bietet. Die individuelle Empfindlichkeit gegenüber Reiseübelkeit ist sehr unterschiedlich. Manche reagieren empfindlich auf Kurven, andere nicht auf das Lesen. Die Reaktion auf Medikamente ist ebenfalls individuell.

Die Lösung ist kein Allheilmittel, sondern eine weitere Option. Samsung scheint mit Hearapy weniger auf den Verkauf von Galaxy-Kopfhörern als vielmehr auf den Aufbau einer Präsenz im Gesundheitsbereich abzuzielen – ein Ansatz, den auch Apple mit dem Apple Watch verfolgt.

Die App stellt eine interessante Entwicklung dar. Sie nutzt Schall als Mittel zur sensorischen Anpassung beim Reisen. Eine praktische Ergänzung, die aber nicht alle Leiden beseitigen wird.

Die Technologie ist kein Wundermittel. Aber sie zeigt, wie innovative Ansätze – und speziell die Nutzung von Frequenzen – möglicherweise einen kleinen Beitrag zur Linderung von Reiseübelkeit leisten können. Und das ist in einer Welt, in der Millionen Menschen auf Reisen leiden, durchaus eine bemerkenswerte Entwicklung.