Fsb warnt: künstliche intelligenz gefährdet finanzsystem – verschuldungsexplosion!
Das Bundesfinanzministerium hat die Risiken rund um die explosionsartige Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) vor Augen. Ein Bericht des Finanzstabilisierungsrates (FSB), der bereits 2009 von den G20-Leitern ins Leben gerufen wurde, zeichnet ein düsteres Bild: Die Finanzwelt ist mit einer gigantischen Verschuldungsgewohnheit konfrontiert, die durch KI-Investitionen befeuert wird.
Ki-boom verschärft finanzrisiken
Der FSB, im Grunde genommen der ‘Spinne’ des globalen Finanzsystems, hat sich nun intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie die wachsende Abhängigkeit von KI die Stabilität gefährdet. Der Fokus liegt dabei auf der zunehmenden Finanzierung von KI-Projekten durch privaten Kredit, der oft in illiquide und schwer bewertbare Vermögenswerte gesteckt wird. Schon heute werden bis zu ein Drittel aller Kreditgeschäfte durch KI-bezogene Investitionen dominiert – und das Risiko steigt weiter.
Der Bericht, basierend auf Analysen von Morgan Stanley, prognostiziert eine Investition von rund 2,9 Billionen Dollar in KI-Infrastruktur bis 2028, von denen 1,5 Billionen durch externe Kapitalquellen finanziert werden sollen. Die tatsächlichen Anforderungen könnten sogar bei 5,2 Billionen Dollar liegen, was eine massive Herausforderung für das Finanzsystem darstellt.

Konzentration und blindgänger
Was den FSB besonders beunruhigt, ist die Geschwindigkeit und Konzentration dieser Investitionen. Von der Euphorie zum Knall – innerhalb weniger Jahre wird ein riesiger Kapitalberg in den Sektor gepumpt. Die OCDE hat bereits 2025 einen Anstieg des Anteils von KI-Krediten auf 34% festgestellt, gegenüber einem Durchschnitt von 17% in den Jahren zuvor. Nur in 12 Monaten verdoppelte sich dieser Anteil.
Die großen Tech-Konzerne – Amazon, Microsoft, Meta und Google – profitieren von dieser Entwicklung, indem sie langfristige Mietverträge für Rechenzentren abschließen. Dieser Trend verschafft ihnen einen Wettbewerbsvorteil und ermöglicht es ihnen, Kapazitäten auszubauen, ohne direkt in die Bilanz zu schreiben. Allerdings hat das auch Schattenseiten: Die Abhängigkeit von wenigen Akteuren und die hohe Konzentration der Investitionen machen das System anfällig.

Drei auslöser für eine krise
Der FSB warnt eindringlich, dass das System noch nicht auf eine lang anhaltende Rezession getestet wurde. Eine Rezession könnte die im Moment bestehenden Risiken dramatisch verstärken. Drei Faktoren könnten eine Krise auslösen: Energieengpässe, Überkapazitäten in den Rechenzentren und eine allgemeine Konjunkturabschwächung. Die Bewertungen von KI-bezogenen Vermögenswerten sind bereits stark gestiegen und eine plötzliche Korrektur könnte zu erheblichen Verlusten für Krediteinnehmer führen.
Der Bank of England hat die Lage bereits im Oktober 2025 analysiert und den möglichen Einfluss einer KI-Kurskorrektur auf die Finanzstabilität untersucht. Sektorale Konzentrationen in Technologie, Dienstleistungen und Gesundheitswesen verstärken die Gefahr. Das FSB mahnt: Die wachsende Abhängigkeit von der KI-Finanzierung ist ein blindgängerartiges Konstrukt, das auf wackligen Fundamenten steht.