Europäische börsen klettern nach heftigen rückschlägen an
Die europäischen Börsen reduzieren ihre Verluste und klettern nach den heftigen Rückschlägen am Montag an. Der Stoxx 600 stieg um 0,7% nach der Eröffnung, wovon er am Vortag 3,5% abgefallen war, nachdem die Erwartungen an einen baldigen Friedensschluss im Jemen-Konflikt sanken. Der FTSE 100 in London stieg um 0,4%, während der DAX in Frankfurt und der CAC 40 in Paris jeweils um 1% zulegten.
Die sorge um den ölstrom durch den us-iran-konflikt bleibt bestehen
Obwohl die Börsen zuversichtlicher sind, bleibt die Sorge um den Ölstrom durch den Konflikt zwischen den USA und Iran bestehen. Der Jemen-Konflikt beeinträchtigt den Öltransport durch den strategisch wichtigen Bab-El-Mandeb-Kanal, wodurch die Preise für Erdöl und Gas erhöht werden. Dies könnte die Wirtschaftskraft in Europa beeinträchtigen und die Inflation anheben.
Patrick Artus, Senior-Economist bei Ossiam, einer Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers, warnt davor, dass ein längerer Ausfall des Jemen-Kanals zu einem Angebot- und Nachfrage-Schock führen würde. Dies würde die Preise für Erdöl, Gas und ihre Produkte anheben, was die Haushalte und Unternehmen in Europa vor höheren Kosten stellen würde.
Die Inflation in der Eurozone lag im April bei 3%, 0,4 Punkte höher als im März und weiter entfernt von der 2%-Zielmarke des Europäischen Zentralbanks.

Die technologieindustrie investiert massiv in künstliche intelligenz
Während die europäische Wirtschaft unter den Folgen des Konflikts und der hohen Energiekosten zu leiden hat, investiert die Technologieindustrie massiv in die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI). Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, plant, 80 Milliarden Dollar für den Aufbau ihrer KI-Fähigkeiten zu sammeln. Das Berkshire-Hathaway-Holding von Warren Buffett wird eine 10-Milliarden-Dollar-Beteiligung in diesem Vorhaben erwerben.