Digi setzt alarmzeichen: giga-falle für prepaid-kunden!
Die Berliner Erfolgsgeschichte von DIGI rückt ins Kreuzfeuer. Die Discounter-Anbieterin hat mit 10,8 Millionen Kunden einen historischen Höchststand erreicht und sich damit auf Platz vier im deutschen Mobilfunkmarkt katapultiert. Doch hinter der vermeintlichen Schnäppchen-Attraktivität verbirgt sich ein System, das vor allem Prepaid-Nutzer in die Zange nimmt.

Giga-akku mit versteckten kosten
DIGI lockt mit extrem einfachen Tarifen: Ab 5 Euro pro Monat (3 Euro bei Vertragsabschluss zu 25 GB inklusive) und 100 Minuten Festnetz- und Mobilfunkgesprächen. Die IlimiTODO-Pakete mit unlimitiertem Datenvolumen und Anrufen beginnen bereits bei 10 Euro (8 Euro mit Festvertrag). Ein Angebot, das auf den ersten Blick verlockend erscheint – und doch mit einer bitteren Pointe verbunden ist.
Wie viele frühere vermeintliche Deals hat auch hier die Realitätwieder einmal eine andere Geschichte zu erzählen.
Die kritische Frage: Was steckt wirklich hinter den simplen Tarifen?Der Fokus liegt auf den aufgebauten Giga-Konten. Kunden können nicht verbrauchte Datenvolumen über mehrere Monate hinweg anrechnen lassen – ein System, das vor allem bei den Prepaid-Tarifen zu Problemen führt. Während Vertragskunden die angesparten Giga-Konten sofort nutzen können, werden Prepaid-Kunden mit einer drastischen Einschränkung konfrontiert.
„Wenn Sie Kunde im Prepaid-Bereich sind, haben Sie nur noch 48 Stunden, um die angesparten Giga zu verbrauchen“, warnt DIGI auf seiner Website. Ein Detail, das im Kleingedruckten verborgen ist und viele Nutzer überraschen wird. Die Lettering-Probleme, wie sie häufig genannt werden, sind hierbei ein deutliches Zeichen.
Die Genormten können die angehäuften Giga-Konten jederzeit nutzen, sobald ein neuer Tarif in Kraft tritt. Bei der Aktivierung eines neuen Produkts werden die nicht verbrauchten Giga automatisch auf den neuen Tarif übertragen und haben eine Gültigkeit von einem Monat ab Ablauf des alten Vertrags.
Für die Kunden von DIGI ist die Anhäufung von Giga-Konten ein entscheidender Faktor im Wettbewerb mit den großen Telekommunikationsunternehmen. Die niedrigen Preise sind gerade deswegen so attraktiv – aber die versteckten Bedingungen können fatale Folgen haben.
Die Situation ist bei Plus+ ähnlich. Hier wurden vor Kurzem 9 Sportkanäle gestrichen, was die Kunden verärgert hat. Das Unternehmen versucht, die Kunden mit einer kurzfristigen Lösung zu kompensieren. Es ist jedoch fraglich, ob dies ausreicht.
DIGI setzt auf die Anhäufung von Giga-Konten in allen Tarifen, auch im Prepaid-Bereich. Das Unternehmen argumentiert, dass es so die Kundenbindung erhöht. Ein Schachzug, der jedoch vor allem für die Prepaid-Kunden zu einem Risiko wird. Die Zwei-Tage-Regel im Prepaid-Bereich ist ein deutliches Warnsignal.
Letztendlich ist DIGI zwar ein wichtiger Akteur im deutschen Mobilfunkmarkt, aber die Kunden sollten sich vor einer Vertragsabschluß sorgfältig über die Bedingungen informieren. Denn hinter den einfachen Tarifen verbirgt sich ein System, das vor allem bei Prepaid-Kunden zu unerwarteten Kosten führen kann. Die Berliner sind auf dem Vormarsch, aber die Giga-Falle darf nicht unterschätzt werden.“n ,n