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Deepfake-betrugsblase blüht auf: menschen werden zu ki-modellen – und ausgenutzt

Eine neue Welle von Betrugsmaschen ist über die sozialen Medien geschwappt: Kriminelle nutzen die wachsende Nachfrage nach KI-Gesichtsmodellen, um Menschen zu emotionalen Straftaten zu verleiten. Die Plattform Telegram ist zum Zentrum dieses Geschäfts geworden, wo vermeintliche Jobangebote für KI-Gesichter aufgestellt werden.

Wie es funktioniert: die dunkle seite der ki-gesichtsmodellierung

Wie es funktioniert: die dunkle seite der ki-gesichtsmodellierung

Die Praxis ist schlicht: Menschen werden dazu animiert, ihre Gesichter in Videokonferenzen aufzunehmen, um sie als Trainingsdaten für künstliche Intelligenz zu verwenden. Im Gegenzug versprechen die Betrüger hohe Bezahlung – oft bis zu 50.000 Euro für eine einzelne Person. Doch die Realität sieht anders aus.

Laut einer Recherche von Wired bieten zahlreiche Telegram-Kanäle Stellenangebote für KI-Gesichtsmodelle an. Die Bedingungen sind dabei oft erschreckend: bis zu 100 Videogespräche pro Tag, starre Arbeitszeiten und die ständige Forderung nach neuen Aufnahmen. Die Arbeitgeber stellen den Betroffenen Software zur Verfügung, um ihr Aussehen mit KI zu verändern und so romantische Betrugsmaschen zu betreiben.

Hieu Minh Ngo von der Anti-Betrugsorganisation ChongLuaDao aus Vietnam beobachtet einen regelrechten Boom dieser Angebote. Besonders stark sind die Betrugsversuche in Ländern wie Türkei, Russland, Ukraine und Belarus, aber auch in anderen asiatischen Staaten.

Die Anforderungen an die Modelle sind detailreich: Täglich müssen Fotos an den Arbeitgeber geschickt werden, Videogespräche und Sprachaufnahmen erstellt und Nachrichten produziert werden.