Arnault bereut: riesgo mit netflix und google – milliardenverlust

Der französische Milliardär Bernard Arnault bereut seine frühen Investitionen in Tech-Giganten. In einem PodCast offenbarte er, dass er sowohl Netflix als auch Google zu früh verkauft habe – mit gigantischem Verlust.

Ein verpasstes milliarden-potenzial

Arnault, Vorstandsvorsitzender von LVMH, gestand, sein Family Office habe kurz nach der Gründung von Netflix „fast 20 Prozent“ der Anteile erworben. Diese Anlage, die er damals als „enormen Erfolg“ bezeichnete, habe er jedoch bereits 2003 wieder verkauft, als der Kurs des Unternehmens noch bei rund 500 Millionen Dollar stand.

Heute läge der Wert dieser 20-prozentigen Beteiligung bei rund 60 Milliarden Dollar – eine zehnfache Steigerung. Arnault schilderte die Situation als „zu frühes Verkaufen“ und betonte, dass die Aktien von Netflix seitdem „unvorstellbar“ an Wert gewonnen hätten.

Google: ein gewinn, aber mit nachdruck

Google: ein gewinn, aber mit nachdruck

Auch seine Investition in Google, ebenfalls in den frühen 90er Jahren, führte er an. Hier handelte es sich um einen „großen Paket“ an Aktien, die er nach dem Börsengang des Unternehmens – zunächst zwischen 2 und 3 Dollar – erlangte. Obwohl er diese Anteile im Laufe der Zeit schrittweise liquidierte, erkannte Arnault einen „guten Gewinn“. Die Entwicklung von Google selbst ist dabei kaum zu übertreffen: Von weniger als 30 Milliarden Dollar im Jahr 2004 hat sich der Konzern Alphabet heute auf rund 4 Billionen Dollar aufgebläht – ein Wachstum, das Arnault zwar honoriert, seine frühere Handelsstrategie aber nun kritisch hinterfragt.

Der preis des scheiterns

Der preis des scheiterns

Die Entscheidung, frühzeitig auszusteigen, war offenbar nicht nur ein einmaliges Bedauern. Arnault deutete an, dass er sich in der Finanzwelt oft an die ‚richtigen‘ Zeitpunkte anpassen musste. Die 30 Millionen Dollar, die Groupe Arnault 1999 in Netflix investierte, waren damals ein mutiger Schachzug. Heute wäre diese Investition – wenn man die Entwicklung des Unternehmens bedenkt – eine Milliarden-Profits.

Ein blick in die zukunft – mit vorsicht

Ein blick in die zukunft – mit vorsicht

Arnault betonte, dass er aus seinen Fehlern gelernt habe und sich nun stärker auf langfristige Investitionen konzentriere. Die Geschwindigkeit des technologischen Wandels, so offenbarte er, erfordere eine umsichtige Herangehensweise. Es sei wichtig, nicht blindlings auf Trends zu setzen, sondern die fundamentalen Werte und das Potenzial eines Unternehmens zu verstehen – eine Lektion, die er nun scheint, mit voller Ernsthaftigkeit zu beherzigen. Die Milliarden-Vermögen, die er aufgebaut hat, sind ein Beweis dafür, dass auch aus Fehlern große Erfolge entstehen können – vorausgesetzt, man lernt daraus.