Apple-Akt schürzt sich einvermaßen – Lieferkettenprobleme brechen Wachstumsprognosen
Die Aktie von Apple ist in den vergangenen Tagen um beachtliche 9,5 Prozent eingebrochen, ein Tiefststand seit März 2020. Damit verliert der Technologiekonzern rund 500 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung – ein deutliches Zeichen der Anspannung im Markt.
Chiphernte und Lieferengpässe brechen Wachstumswerte
Das Problem: Die Apple-Aktie leidet unter gravierenden Lieferengpässen, die die Umsatzprognosen für das kommende Quartal in Frage stellen. Ursächlich sind vor allem Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Prozessoren und der steigenden Kosten für Arbeitsspeicher. Diese Entwicklung zwingt das Unternehmen, die Preise für Mac und iPad bereits im vergangenen Monat anzuheben.
Tim Cook, der CEO von Apple, bestätigte in der Telefonkonferenz, dass die Engpässe sich auf weitere Produkte wie Macs und iPhones im aktuellen Quartal auswirken werden. Die Nachfrage nach den neuen iPhone 17-Modellen und der MacBook Neo-Reihe, einem günstigen Notebook, überstieg die Kapazitäten des Unternehmens deutlich.

Dämpfer für Services und chinesischer Markt
Neben den Hardware-Problemen gibt es weitere Risiken. Das Wachstum der Apple-Services, darunter Musik, App Store und iCloud, wird sich im kommenden Quartal verlangsamen. Zudem drohen regulatorische Hürden durch die EU-App-Gesetzgebung, die Entwicklern die Möglichkeit gibt, Abonnements direkt abzurechnen, anstatt die Provision an Apple zu zahlen.
Auch die Umsätze in China fielen hinter den Erwartungen zurück, mit 18,8 Milliarden Dollar, verglichen mit den prognostizierten 19,6 Milliarden Dollar. Zudem sanken die Service-Einnahmen um 12 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar, obwohl die Gesamtumsätze um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden Dollar stiegen. Die SK Hynix-Aktie verzeichnete in der Folge einen deutlichen Kursverlust.

Neuer CEO und Zukunftsperspektiven
Der Übergang an John Ternus als neuer CEO am 1. September markiert einen Wendepunkt für Apple. Ternus, der seit 25 Jahren im Unternehmen tätig ist, wird sich nun mit der Herausforderung auseinandersetzen, das Unternehmen in die Ära der Künstlichen Intelligenz zu führen. Apple hat hier bislang Nachhilfebedarf, während Wettbewerber wie OpenAI deutlich zulegen. Trotz der aktuellen Turbulenzen plant Apple, im kommenden Herbst und Frühjahr neue Modelle von Mac und iPad vorzustellen, darunter ein Touchscreen-MacBook und ein aktualisiertes iPad Mini.
