Android-apps vorinstalliert: nutzer wollen auswahl – und unmöglichkeit der entfernung
Flaggschiffe mit vorinstallierten Apps – ein Ärgernis für viele Nutzer. Doch eine neue Umfrage zeigt: Der Ärger ist vielleicht nicht so groß, wie man denkt. Die Mehrheit der Befragten legt Wert auf die Möglichkeit, diese Apps zu entfernen.

Entfernung oder deaktivierung: ein balanceakt für smartphone-hersteller
Die Diskussion dreht sich um Bloatware, also vorinstallierte Apps, die oft als unnötig empfunden werden. Während viele Nutzer sich über den zusätzlichen Speicherplatz und die unnötigen Programme ärgern, zeigt eine kürzlich durchgeführte Umfrage, dass die meisten bereit sind, diese in Kauf zu nehmen – allerdings unter einer Bedingung:
Die Möglichkeit, diese Apps zu deinstallieren. Ein Artikel auf PhoneArena beschäftigte sich intensiv mit der Anzahl der vorinstallierten Apps beim Samsung Galaxy S26 Ultra, einem Gerät, dessen Preis bei über 1.300 US-Dollar liegt. Die Ergebnisse der Umfrage waren überraschend: Über 50 Prozent der Teilnehmer bevorzugten es, Apps nicht nur zu deaktivieren, sondern sie vollständig entfernen zu können.
Samsung selbst bietet beispielsweise beim Galaxy S26 Ultra die Möglichkeit, Apps wie LinkedIn oder Link to Windows zu entfernen. Doch nicht alle Hersteller gehen diesen Schritt. Ein Beispiel ist das Poco X6 Pro, das eine eigene Alternative zum Google Play Store, „GetApps“, vorinstalliert. Hier gibt es keine offizielle Möglichkeit, diese App zu deinstallieren. Obwohl Rooting theoretisch eine Lösung wäre, ist dies für die meisten Nutzer zu technisch aufwendig.
Auch Nothing, bekannt für sein ungewöhnliches Design, geriet in die Kritik, Nutzer nicht die Möglichkeit zu geben, vorinstallierte Meta-Apps zu entfernen. Erst nach heftiger Kritik wurde ein Update veröffentlicht, das diese Option bot.
Die Botschaft ist klar: Die Möglichkeit zur Deinstallation ist der Schlüssel. Während einige Apps, wie Browser, durchaus nützlich sein können, sollten Nutzer die Kontrolle über das, was auf ihrem Smartphone installiert ist, haben. Die Frage ist nicht, ob vorinstallierte Apps existieren sollten, sondern wie viel Kontrolle den Nutzern eingeräumt wird. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Hersteller sich diesem Kundenwunsch stellen müssen – sonst riskieren sie die Unzufriedenheit ihrer Käufer. Die Zukunft der Smartphone-Benutzererfahrung liegt in der Flexibilität.