persönlich: jeannine röesler
Mein zuhause: das peenetal
Ich bin in der wunderschönen Peenetal-Region aufgewachsen und kenne die Gegend wie meine Westentasche. Das Peenetal ist bekannt für seine malerische Flusslandschaft, steht aber leider auch für niedrige Löhne, geringe Kaufkraft und wenige gute Arbeitsplätze. Es gibt zwar viel zu tun – sowohl im sozialen als auch im kulturellen Bereich, als auch bei der Instandhaltung von Straßen und Infrastruktur – aber viele Kommunen haben schlichtweg nicht die finanziellen Mittel, um diese Aufgaben zu bewältigen. Das ist in einem Land wie Deutschland, das über immense Ressourcen verfügt, schlichtweg inakzeptabel.
Die ursachen: niedrige löhne und schlechte infrastruktur
Die Ursache für die wirtschaftliche Schwäche liegt in den niedrigen Löhnen, den niedrigen Renten und der Tatsache, dass zu wenige Menschen eine gute Arbeit haben. Hinzu kommt die zunehmende Entfernung zu Behörden, Fachärzten und wichtigen Versorgungseinrichtungen, besonders in ländlichen Gebieten. Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend, was die Lebensqualität der Menschen dort erheblich beeinträchtigt. Ich weigere mich, dies einfach hinzunehmen und setze mich im Landtag dafür ein, dass die strukturschwachen Regionen stärker in den Fokus der Politik rücken.
Finanzielle mittel für kommunen
Es ist entscheidend, dass den Kommunen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um ihren Aufgaben nachzukommen. Nur so können Städte, Gemeinden und Landkreise ihren Einwohnerinnen und Einwohnern eine gute und wohnortnahe Versorgung bieten. Dies schließt Investitionen in Schulen, Kitas, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie in Straßen und Radwege ein. Die Landesrücklagen bieten hier Spielraum für mehr Unterstützung.
Spielraum für investitionen
Das Land verfügt über beträchtliche finanzielle Rücklagen, die nicht nur zur Schuldentilgung, sondern auch für kluge Investitionen genutzt werden sollten. Dazu gehören insbesondere Bildung, Kultur, Jugendarbeit und die kommunale Infrastruktur. Attraktive und lebenswerte Städte und Dörfer sind entscheidend, damit sich Menschen hier wohlfühlen, bleiben oder sich niederlassen. Das muss das Ziel der Politik auf allen Ebenen sein.
Steuergerechtigkeit und vermögenssteuer
Um die notwendigen Mittel bereitzustellen, muss das Vermögen der Reichen und Superreichen wieder besteuert werden. Große Geldmengen dürfen nicht länger in Steueroasen versteckt oder in Schlupflöchern verschwinden. Die Großen Koalitionen zeigen, dass politische Entscheidungen die Finanzierbarkeit beeinflussen – Milliarden werden ohne Zögern für militärische Zwecke bereitgestellt, während gleichzeitig bei wichtigen Bereichen wie Kultur und Jugendarbeit gespart wird. Das ist ein gravierender Fehler.
Meine politische motivation und ziele
Ich bin in der Politik, weil ich es mit dem Motto von Pippi Langstrumpf halte: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich mir sicher, dass ich es schaffe.“ DIE LINKE setzt sich für eine gerechte, friedliche und solidarische Gesellschaft ein. Die lange Bearbeitungszeit meiner Anfragen durch die Landesregierung zeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Mecklenburg-Vorpommern braucht gute Arbeit, gute Löhne und gute Renten – das ist möglich! Ich freue mich, Menschen helfen zu können und zeige Besuchern gerne das wunderschöne Tollensetal.
Demokratie und persönliche vorlieben
Demokratie bedeutet für mich, dass jede und jeder wählen und mitbestimmen darf. Ich sehe mich in zwanzig Jahren mit 66 Jahren – das Leben beginnt bekanntlich dann erst richtig! Ich mag politisches Kabarett, Reality-Shows sind allerdings nicht so mein Ding.