T-mobile schaltet um – kunden zahlen plötzlich über 200 euro mehr
Die Versprechen von Preisstabilität sind längst in Vergessenheit geraten. T-Mobile zwingt seine Kunden mit einer überraschenden und für viele völlig unklaren Umstellung auf neue Tarife, die in den Schatten liegen, deutliche Preiserhöhungen.
Chaos nach der geordneten tarifänderung
Nachdem die Mobilfunktochter der Telekom AG bereits die Einführung obligatorischer Tarif-Upgrades angekündigt hatte, hat der Anbieter nun mit einer beispiellosen Aktion die Kunden auf neue Pläne umgestellt. Was als Verbesserung gedacht war, entpuppt sich für viele als eine massive Belastung – und das ohne ausreichende Information oder Vorwarnung.
So berichten zahlreiche Nutzer auf Reddit und dem Portal «The Mobile Report» von der plötzlichen Löschung ihrer bisherigen Free-Lines. Ein Nutzer, ‘w1ngg’, beschreibt, wie seine Magenta-Pläne ohne Vorankündigung auf ‘Experience Signature’ umgestellt wurden, wodurch sämtliche Free-Line-Anreize aufgehoben wurden. Die Folge: Eine über 200 Euro teurere Rechnung.

Versteckte kosten und zusatzleistungen
Doch das war noch nicht alles. T-Mobile schleicht sich offenbar mit unerwünschten Zusatzleistungen in die neuen Pläne ein. Es scheint, als würden eigentlich höhere Datenvolumen-Pakete automatisch zu kostenpflichtigen Extras umgewandelt. Einige Kunden berichten von einem Inflationsanstieg der monatlichen Kosten um bis zu 15 Euro, was die ohnehin schon hohe Rechnung weiter in die Höhe treibt. Die Anbieter scheint das überhaupt nicht zu erwähnen. Ein Nutzer, ‘cocojo123’, erhielt für seine Free-Line-Löschung einen einjährigen Gutschein, was die Situation keineswegs verbessert.
Die Situation ist für T-Mobile offenbar ein Testlauf, um die Kundenbasis zu verändern und die Einnahmen zu erhöhen. Einem Experten zufolge versucht das Unternehmen, einen schlechten Ruf zu überschreiben, indem es mit attraktiven Tarifen lockt und dann mit versteckten Kosten und unangemessenen Änderungen die Kunden verärgert.

Die fcc greift ein
Die Situation hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) auf den Plan gerufen. Es bleibt abzuwarten, ob die Behörde das Vorgehen von T-Mobile als unzulässig einstuft und entsprechende Maßnahmen ergreift. Für die betroffenen Kunden ist die Situation frustrierend und zeigt, dass Transparenz und Kundenorientierung in der Telekommunikationsbranche oft zu kurz kommen.
T-Mobile argumentiert, dass die alten 3G- und 4G-Tarife mit Einschränkungen wie reduzierter Videoqualität und begrenztem Hotspot-Datenvolumen verbunden waren. Dennoch bleibt die Frage, ob ein solches Vorgehen rechtmäßig und ethisch vertretbar ist. Es ist doch fraglich, ob Kunden bereit wären für solche Einschränkungen, wenn sie nicht bereits zuvor mit den alten Angeboten vertraut waren.
