Apple trennt ipad und mac weiter – hybrid-traum scheint weiter entfernt
Apple hält weiterhin strikt
an der Trennung zwischen iPad und Mac fest, obwohl Nutzer seit Jahren ein hybrides Gerät fordern. Diese Strategie dient primär dem Erhalt hoher Umsätze beider Produktlinien.
Touchscreen-macbook und faltbares ipad in arbeit
Laut einem Bericht von Mark Gurman im Power On Newsletter diskutiert Apple intern diverse Konzepte – von macOS auf iPads bis hin zu einem komplett neuen Betriebssystem. Doch eine Kombination beider Geräte scheint derzeit kein Thema zu sein, da die Firma befürchtet, dies könnte sich negativ auf die Verkäufe auswirken.
Stattdessen arbeitet Apple demnach an einem MacBook Pro mit Touchscreen, das voraussichtlich Ende 2026 auf den Markt kommen soll. Dabei soll die Touch-Funktionalität als zusätzliche Option dienen, nicht als primäre Bedienungsart.
Gleichzeitig wird an einem großflächigen, faltbaren iPad gearbeitet, das bei geöffneter Fläche die Größe eines Laptops erreichen könnte. Trotz dieser größeren Bildschirmgröße wird voraussichtlich iPadOS laufen, um die Konkurrenz zum Mac-Sortiment zu begrenzen.
Diese Entscheidung könnte für Nutzer enttäuschend sein, die sich seit langem ein Gerät wünschen, das Laptop und Tablet vereint. Apple setzt stattdessen auf ein duales Erlebnis, bei dem Kunden beide Produkte erwerben und die Vorteile von Sidecar und Continuity voll ausschöpfen können. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Huawei, die bereits faltbare Geräte als Hybridcomputer präsentierten, scheint Apple hier eine andere Richtung einzuschlagen.
Die bisherigen Erfahrungen mit iPadOS 16 zeigen zwar Fortschritte beim Multitasking, doch die Produktivität leidet unter den Kompromissen, die bei der Nutzung eines iPad Pro anstelle eines Mac eingegangen werden mussten. Das Touchscreen-MacBook könnte hier die naheliegendste Lösung für ein hybrides Nutzererlebnis darstellen.
Diese Trennung spiegelt eine klare Priorisierung wider: Die Aufrechterhaltung der Profitabilität beider Produktlinien scheint Apple wichtiger zu sein als die Erfüllung eines lang gehegten Kundenwunsches.
Die Entwicklung eines Touchscreen-MacBooks stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer flexibleren Laptop-Bedienung dar. Ob diese Entwicklung ausreicht, um den Bedarf an einem wirklich hybriden Gerät zu decken, bleibt abzuwarten.